White Line Disease (Erkrankung der Weissen Linie)

White Line Disease entsteht durch den Befall der Weissen Linie durch Bakterien und/oder Pilze. Als Weisse Linie nennt man die Plättchenstruktur, welche das Hufbein mit der Hornkapsel verbindet.

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Bei Befall mit WLD ist die Farbe der Weisse Linie nicht mehr weiss sondern schmutzig braun-schwarz und riecht entweder faulig oder süsslich. Die Bakterien und Pilze zerfressen das Schichtmedium der Hufwand und lassen diese zerbröseln. Es können in der Folge ganze Hufwände wegbrechen. Die Bakterien und Pilze wandern die Hufwand hoch und schädigen somit den Huf von innen heraus. Durch Klopfen kann man die hohlen Stellen erkennen.

Bei Untersuchungen in Texas/USA konnte an 24 mit WLD befallenen Pferden nachstehende dominante Pilze isoliert werden:

  • Scopulariopsis Spc. 6

  • Pseudallescheria boydii 11

  • Trichophyton Tonsurans 1

  • Acremonium Spicies 1

  • Microsporun nanum 1

  • Chaetominm Spp. 1

  • Trechosporon pullulans 1

Die früheren Vermutungen, dass eine Hefe (Candida Albicans) als Schuldiger angesehen werden muss, hat sich in der Folge nicht bestätigt. 

Die Pilze und Bakterien sind anaerob und vertragen aus diesem Grund keinen Sauerstoff. Es liegt somit auf der Hand, dass der betroffene Teil der Hufwand abgetragen werden muss.

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Dabei ist darauf zu achten, dass auch kleinste Spuren entfernt werden müssen, wollen wir nicht Gefahr laufen, innert Tagen noch mehr Hufwand abtragen zu müssen. Rein optisch ist dieser Eingriff  für manchen Tierbesitzer ein reiner Horror. Erstaulicherweise laufen jedoch die Tiere in der Regel trotz resektierter Hufwand schmerzfrei umher.

White Line Disease - resektiere Hornwand - das Pferd läuft jedoch problemlos

Nachstehend 3 Bilder von beginnender WLD bei einem Hausesel:

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Beginnende White Line Disease bei einem Hausesel

Wir können nur zur grössten Vorsicht aufrufen! Bei den für die Bakterien günstigen Voraussetzungen (warm/feucht) kann es  innerhalb von ein paar Tagen zu den allergrössten Hufschäden kommen!

Und so sieht White Line Disease bei Pferden aus:

Massiver Hufschaden durch White Line Disease

noch ein Beispiel:

White Line Disease im fortgeschrittenen Stadium

Kunsthornaufbau bei White Line Disease

In solchen Fällen ist ein Kunsthornaufbau angesagt. Damit ist sichergestellt, dass regelmässig die von White Line Disease befallenen Stellen mit Desinfektionmittel behandelt werden kann.

Hier zwei Nahaufnahmen von White Line Disease:

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Nagellöcher sind potenzielle Eintrittspforten für White Line Disease-Bakterien. Ist die Farbe Weiss - wie in den obigen Bildern - herrscht Gefahrenstufe 1.

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von unten sieht dies so aus....

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White Line Disease ist unverzüglich mit allen Mitteln zu bekämpfen. Erst die bräunliche Farbe zeigt uns dass die Bakterien/Pilze tot sind.

Achtung: White Line Disease ist von Pferd zu Pferd übertragbar. Pferdebesitzern aber auch Hufschmiede/Hufpfleger raten wir, Werkzeuge - insbesondere der Hufauskratzer - nach jeder Anwendung an einem WLD-Pferd zu desinfizieren.

Was tun beim Befall der Hufe mit White Line Disease?

Wir haben uns jahrelang mit dieser Problematik auseinandergesetzt, und alle auf dem Markt gängigen Produkte ausprobiert. Dabei mussten wir feststellen, dass die gängigen Mittel entweder untauglich gegen diese Problemaktik - oder sogar toxische Inhaltsstoffe enthielten. In der Folge haben wir in Zusammenarbeit mit den Schloss-Apotheken in 3177 Laupen eine grossangelegte Suche nach einem geeigneten Produkt gestartet.

Nach zahlreichen Tests wurde endlich ein Durchbruch erzielt. Das Problem kann mit einem Produkt aus Quartären-Ammonium-Verbindungen sowie dem Trockenstellen des Pferdes in der Boxe, erfolgreich angegangen werden. Das Mittel ist geruchslos, nicht toxisch und brennt nicht. Wir verwenden es in der Zwischenzeit seit Jahren bei Dutzenden von Pferden und ohne eine Unregelmässigkeit feststellen zu müssen. 

Das Strahlfäule/White Line Disease-Mittel kann in 0,5 Liter-Flaschen zum Preis von Fr. 30.00/Flasche + Porto bei uns bezogen werden. Lieferung nur innerhalb der Schweiz möglich!

barhufteam@hotmail.com

Der regelmässige, prophylaktische Einsatz von purem Essig kann ebenfalls seinen Teil zum Erfolg beitragen.