Gefahren für Ihr Pferd...

 

Achtung - Die Fütterung von frisch geerntetem Heu kann tödlich sein!

 

frisch geerntetes Heu

 


Immer wieder hört und liest man es - frisch geerntetes Heu wurde an Pferde verfüttert, es kommt zur schweren Kolik die zum Tod des Pferdes führen kann. Vollkommen unakzeptabel, denn eigentlich sollte jeder der Pferde füttert wissen, dass frisch geerntes Heu mind. 6 bis 8 Wochen lagern muss und erst nach diesem Zeitraum verfüttert werden darf. Warum? Während der ersten Wochen nach der Ernte kommt es zur Schwitzphase (vorausgesetzt das Heu enthält noch mehr als 15 % Restfeuchte) und während dieser Zeit können sich Bakterien und Keime stark vermehren. Gelangen diese in den Magen des Pferdes kommt es dort zu einer explosionsartigen Vermehrung und dies führt zu schweren Gaskoliken. Bei gut geerntem Heu (Wassergehalt bei der Ernte ca. 18 bis 20 %), das nicht zu stark gepresst wurde ist die Schwitzphase nach ca. 6 bis 8 Wochen beendet und das Heu hat dann nur noch einen Wassergehalt von < 15 %, denn dann herrscht Keimruhe. Gerade Großballen die in der Praxis oft stark verdichtet werden benötigen oft noch länger zum nachschwitzen. Empfehlenswert ist deshalb mit Hilfe eines Heu-Feuchte-Messgeräts die Restfeuchte im Heu zu kontrollieren. Denn gerade Großballen, die nach Ernte und Lagerung einen Wassergehalt von über 15 % haben stellen oft ein große Gefahrenquelle für Pferde dar. Es vermehren sich Schimmelpilze, Bakterien, Milben etc. die schwere gesundheitliche Störungen hervorrufen wie Koliken, Verdauungsprobleme, Leberschäden, Allergie, Atemwegserkrankungen, Verfohlen bei tragenden Stuten! Solches Heu darf nicht verfüttert werden, sondern muss entsorgt werden!!!

Wir danken ganz herzlich Frau Dr. Heike Maroske für Ihr Einverständnis zur Uebernahme des gesamten Textes. Bitte beachten Sie den direkten Link auf unserer Link-Seite.


Vorsicht bei langandauernder warm/nasser Hufabszess-Behandlung mittels Hufverbände!

Bei Abszessbehandlungen ist das Folgende zu beachten:

Unsere langjährigen Beobachtungen haben gezeigt, dass das wiederkehrende Erwärmen von Pferdehufen mit nassen/warmen Verbänden über eine längere Zeitspanne unter Umständen Auslöser zu einer akuten Hufrehe sein kann.

Aus diesem Grund sollten die warmen Verbände nicht länger wie 3-4 Tage auf den unteren Extremitäten des Pferdes verbleiben. Danach sollte dem betroffenen Bein und Huf eine Trocken- sowie auch eine Abkühlphase von mindestens 1 Tag eingeräumt werden.

Die Erklärung dazu:

Erwiesenermassen kann übermässige Wärme in einem Huf - hervorgerufen beispielsweise durch eine Entzündung - oder bei der Abszessbehandlung durch die künstliche Zufuhr von Wärme durch warm/nasse Verbände, unter Umständen zu einer akuten Hufrehe führen. Grund dafür ist eine mangelhafte Versorgung der Huflederhaut mit Blut bei langanhaltender Wärme (Ischämie). Die Huflederhautplättchen sterben in der Folge ab.  Unter Umständen kann eine Hufbeinrotation oder sogar eine Hufbeinsenkung das Resultat daraus sein.

Durch das Anbringen von warmen Verbänden wird der gesamte Huf inkl. Sohlen- und Ballenbereich bis über den Kronsaum erwärmt. Das Pferd reagiert auf die andauernde Wärmezufuhr in seinen unteren Extremitäten reflexartig durch das Drosseln der Blutzufuhr im Blättchenbereich seiner Huflederhaut. Eine von der Natur verkehrt eingerichtete Fehlfunktion im Gehirn des Pferdes und der Ursprung von akuter Hufrehe - deren Zusammenhänge zum Teil noch nicht ganz bekannt sind.


 
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