Die Fütterung von Hufrehepferden

Bei einem ehemaligen Hufrehepferd muss das ganze Leben auf die Fütterung geachtet werden. Wichtig dabei ist, dass das Pferd jeden Tag das gleiche Futter in den gleichen Mengen verabreicht bekommt. Sollte dennoch eine Umstellung auf ein anderes Futter nötig sein, muss dies sehr langsam angewöhnt werden. Bitte beginnen Sie mit ganz kleinen Mengen, welche alle 3-4 Tage bis zur geplanten Endmenge gesteigert wird. Achten Sie dabei auf gute, aber energiearme Futterqualität. Verabreichen Sie Ihrem Pferd nicht zu viele Zusatzfutter und mischen Sie diese nicht! Dies kann schnell die Darmflora durcheinanderbringen.

Bitte denken Sie daran – weniger ist mehr!


Folgendes Futter ist bedenkenlos für ein ehemalies Hufrehepferd:

 

1. Stroh zur freien Verfügung

 

2. Heu (die Menge ist vom Gewichtszustand Ihres Pferde abhängig. Bei Gewichtszunahme reduzieren Sie die Futtermenge - bei Gewichtsabnahme geben Sie etwas mehr zu).

 

3. Der Bedarf an Mineralien werden durch einen Leckstein/Mineralwürfeli sichergestellt.


Belohnungen für Ihr Pferd für geleistete Arbeit oder zur Begrüssung

 

Hier empfiehlt sich ein Apfel oder Apfelschnitzen (frisch oder getrocknet). Auch „Guddelis“ ohne Zusatzstoffe wie beispielsweise Minze, Karotten, Bananen usw. -  können Sie Ihrem Pferd gefahrlos verabreichen. Auch hier: weniger = mehr!

An Ruh- und Feiertagen, an welchen das Pferd nicht gearbeitet wird, empfiehlt es sich, die Belohnungen ins Futterprogramm „einzubauen“. So ist das Pferd an seine Belohnungsart gewohnt! Aendern Sie jedoch nicht laufend die Belohnungen. Je weniger Abwechslung Ihrem Pferd zuteil kommt, desto besser ist seine Verdauung!     

Ab und zu ein Mash kann nicht schaden, da es Darm und Magen schmiert. Ein Salzleckstein sollte immer zur Verfügung stehen.


Folgende Futtermittel sind Zeit seines Lebens für ein ehemalies Hufrehepferd verboten:

                                                          

1. Hartes Brot

2. Hochwertiges Kraftfutter

3. Karotten

4. Hafer

 

 

Auf folgende Futtermittel sollten Sie ganz verzichten oder ganz langsam (!) angewöhnen:

 

1. Silo, Heulage

2. Gudis mit Zusatzstoffen

3. Kraftfutter

4. Zuviele "Pülverli" und Zusatzfutter zusammen.


Anweiden im Frühjahr

Das Anweiden im Frühjahr sollte nicht zu früh beginnen. Lieber etwas später  - und langsam! Lassen Sie Ihr Pferd nicht sofort aus, wenn das erste Gras spriesst und grünt. Beim Anweiden mit ca. 5-10 Minuten 1-2mal täglich beginnen und im Abstand von 3-4 Tagen die Zeit entsprechend verlängern. Ist es einzurichten, so ist das Pferd erst nach 12.00 Uhr grasen zu lassen. Nach der Anweidung achten Sie darauf, dass Ihr Pferd täglich Weidegang erhält. Vermeiden Sie unbedingt Pausen infolge Schlechtwetter!!

Achtung:

Gefährlich ist gefrorenes Gras oder das Weiden im Frühling oder Spätherbst bei sehr kalten oder sonnigen Tagen!

 Bei Tierarztbesuchen und Verabreichung von Medikamenten ist unbedingt daran zu denken, dass man ein ehemaliges Hufrehepferd vor sich hat! Medikamente sind mit dem Tierarzt inbezug auf ein Hufreherisiko abzusprechen. Besondere Vorsicht ist bei der Verabreichung von Cortison geboten!!